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Schmiedearbeit im Wandel der Zeit

[.] In den Anfangsjahren der Schmiede war die Arbeit vor allem durch Hufbeschlag- und Schmiedearbeiten geprägt.

Hufeisen in der Esse erhitzenTagtäglich kamen die Bauern aus der ganzen umliegenden Umgebung um ihre Pferde von Firmengründer Hans Angerer beschlagen zu lassen. Da die Tiere meist unangemeldet und in unterschiedlichen Stückzahlen gebracht wurden, musste abends solange gearbeitet werden, bis auch das letzte Pferd mit neuen Hufeisen versehen war. Die 6-Tage-Woche und große körperliche Belastungen waren die Regel.

Hufeisen am Amboss schmiedenDurch die technische Revolution auf dem Landwirtschaftssektor erlangte schließlich die Landmaschinenreparatur einen immer höheren Stellenwert. Diese Revolution machte sich auch in der Hufeisen am Huf montierensinkenden Zahl der Hufbeschläge bemerkbar, da die Pferde als Arbeits-"Maschinen" zunehmend von den Traktoren abgelöst wurden. Mit der Pensionierung und gleichzeitiger Betriebsübergabe an den Sohn Walter endete allmählich die goldene Zeit des Hufbeschlagens.

In den 80er Jahren zog sich die Firma zunehmend aus dem hart umkämpften Landmaschinenbereich zurück und konzentrierte sich vor allem auf Kunstschmiede- und Schlosserarbeiten. Die Arbeit verlagerte sich damit weg vom anstrengenden Hufbeschlag und hin in den künstlerischen Bereich.